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Neuigkeiten des Teckids e.V.

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Komm zum LEGO-Roboter-Abend in Bonn

07.05.2014, geschrieben von Dominik George
Tags: freedroidz bonn
Freedroidz-Logo

Ab dem 4. Juni 2014 gibt es einen regelmäßigen LEGO-Roboter-Abend des Freedroidz-Projektes für alle Schülerinnen und Schüler aus Bonn und Umgebung.

Alle Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du hier.

Die erste Ausgabe Wissensspuren in Bonn ist vorbei und war ein voller Erfolg! Wie immer gibt es einen ausführlichen Bericht und viele Fotos. Wir alle würden uns freuen, wenn auch du beim nächsten Mal dabei wärst ☺!

Teilchenbeschleuniger In Bonn gab es neben den Museumsbesuchen im Deutschen Museum und im Arithmeum einen besondern Überraschungsbesuch in der Leitstele der Stadtwerke Bonn für Bus und Bahn, außerdem ein umfangreiches Rahmenprogramm mit gemeinsamen Kochen und einem gemütlichen Grillabend. Dabei konnten die Teilnehmer neue Freundschaften schließen und einiges entdecken, das sie bisher noch nicht gesehen hatten.

Wir sind sicher, dass es eine Wiederholung des Projektes Wissensspuren geben wird!

Den ausführlichen Bericht, Texte von unseren Teilnehmern und viele Fotos gibt es auf der Seite der Wissensspuren!

Es ist so weit: Die Planung für die nächsten FrogLabs ist im Linuxhotel so weit fortgeschritten, dass wir euch heute - etwas eher als sonst - zu den FrogLabs auf der FrOSCon 2014 einladen können!

Damit es auch den "alten Hasen" nicht langweilig wird, gibt es dieses Jahr viel Neues zu entdecken. Besonders freuen wir uns darüber, dass uns Simon (10 Jahre) und Robin (12 Jahre) als neue Tutoren besuchen und euch neue Workshops anbieten.

Alle genauen Infos und die Anmeldung findest du hier!

Zwei Wochen nach den Chemnitzer Linux-Tagen sind wir so weit, unseren Bericht über die bisher größten FrogLabs veröffentlichen zu können! Mit 58 überaus interessierten und fröhlichen Kindern haben wir ein spannendes Wochenende verbracht. Besonders freuen wir uns über viel Lob und Feedback, aus dem wir erkennen, dass wir unser Ziel erreicht haben: Kinder und Jugendliche neugierig auf Technik zu machen und sie dazu zu motivieren, mehr wissen zu wollen.

Alle FrogLabs-Teilnehmer am Sonntag in Chemnitz Die FrogLabs in Chemnitz waren schon lange vor dem Wochenende etwas besonderes, denn mit über 50 Anmeldungen wurden sie schon sehr früh zu unserer bisher größten Veranstaltung. In 3 Workshops hatten alle Teilnehmer das ganze Wochenende lang genug zu entdecken, dabei war der Freedroidz-Workshop von Sascha und Nico gut besucht. Außerdem nahmen alle mit großer Begeisterung an der VIP-Abendveranstaltung der Chemnitzer Linux-Tage und an der gemeinsamen Übernachtung in der Jugendherberge Chemnitz "eins" teil. Das Wochenende war ein voller Erfolg - das sagen auch unsere Teilnehmer, und für dieses Feedback sind wir sehr dankbar!

Den ausführlichen Bericht, Texte von unseren Teilnehmern und viele Fotos gibt es auf der Seite der FrogLabs!

  • Facebook kauft mit WhatsApp mehrere Millionen Jugendlicher
  • Vertrauen sollte kein Verkaufsartikel sein
  • Eltern und Kinder sollen gemeinsam eine Kommunikationsplattform mitgestalten
  • Der Teckids e.V. (in Gründung) lädt zur öffentlichen Diskussion ein

Vorgeschichte

Kaum jemand wird im Laufe der letzten Tage an den Neuigkeiten vorbeigekommen sein: Facebook ist einen Milliardendeal mit den Entwicklern der SMS-Alternative WhatsApp eingegangen und hat das Unternehmen für einen stolzen Preis erworben.

Schon nach kürzester Zeit rief die Neuigkeit Facebook-Kritiker und Datenschützer auf den Plan, die in der Übernahme ein erhebliches Problem sehen. So wird vermutet, dass Facebook, entgegen seiner Beteuerungen, den neu erlangten Zugriff auf die Nutzerbasis des WhatsApp-Dienstes ausnutzen könnte, um seine Daten- und Werbepolitik dort fortzuführen.

Auch viele WhatsApp-Kunden scheinen diese Befürchtung zu teilen, denn auf Twitter und anderen Kanälen wird der Ruf nach Alternativen laut. Zwar war WhatsApp in der Vergangenheit auch mehrfach negativ aufgefallen, jedoch gab es für den durchschnittlichen Nutzer keine größeren Verdachtsmomente, um sich gegenüber dem Betreiber unbehaglich zu fühlen. Die offene Kritik an Facebooks Datenschutz- und Privatsphäreverhalten hat jedoch immer wieder Wellen geschlagen, so dass das Vertrauen in allen Nutzerkreisen erheblich beschädigt ist.

Nutzung durch Kinder und Jugendliche

Als Verein in der Kinder- und Jugendarbeit stellt sich für uns die Frage, was die Übernahme des Chat-Dienstes durch Facebook für Minderjährige bedeutet. Die Verbreitung beider Dienste unter Teenagern und — entgegen den Nutzungsbedingungen des sozialen Netzwerks — immer jüngeren Kindern hat extreme Ausmaße; kaum ein Schultag vergeht, ohne dass Verabredungen zu WhatsApp-Chats getroffen oder neue junge Nutzer von ihrem Freundeskreis geworben werden.

Doch während der letzten Monate ist dabei vor allem eins zu beobachten: Während sich die mobile Kommunikation per WhatsApp viral verbreitet und die Kasse der Entwickler klingelt, wenden sich jungen Nutzer von Facebook ab. Bei manchen ist der Pinnwand-Exhibitionismus des letzten Jahrzehnts einfach aus der Mode gekommen, andere sind selber für die Privatsphärenprobleme des Netzwerk sensibilisiert, und auch Eltern schlagen durch die rege Medienbeteiligung an der Kritik Alarm.

Ein Großteil der Online-Kommunikation unter Kindern und Jugendlichen findet also mittlerweile über den mobilen Dienst WhatsApp statt. Und mit dem Dienst kauft Facebook ein wirtschaftlich äußerst spektakuläres Zusatzpaket: Mehrere Millionen Jugendliche, ihre Daten und ihr Vertrauen.

Vertrauen sollte kein Verkaufsartikel sein

Was den Medien-Einsteigern hier widerfährt ist die Kommerzialisierung von Vertrauen, das sie unbewusst in die angebotenen Dienste und deren Betreiber stecken. Ist die Lawine einmal losgetreten und ein Produkt grundlegend akzeptiert, verbreitet es sich viral durch die Freundeskreise der Kinder und Jugendlichen.

Im Prinzip war das schon immer so, doch früher rangen vor allem Hersteller von Klamotten, Taschen und Schuhen um das Schwarmdenken der Schulhofcliquen. Heute sind die Produkte, die um Ansehen kämpfen, Dienstleistungen, die nebem dem persönlichen Geschmack und dem Wunsch nach Trendigkeit nichts weiter erobern wollen als das Vertrauen der jungen Kunden, das sie nur zu gern hergeben, um nicht hinter ihren Freunden zurückstehen zu müssen.

„Mein Freund hat mich die ganze Zeit damit genervt. Irgendwann wollte ich nicht mehr, dass mein Freund mich damit nervt und dann hab ichs halt gemacht“, erzählt Sascha (12 Jahre) über seinen Weg zu WhatsApp. Facebook hat bei Sascha jedoch verloren: „Bei Facebook ist das auch so ein bisschen passiert. Aber da hatte ich schon WhatsApp und da hab ich gesagt: Nein.“

Die Absurdität dieser leichtfertigen Entscheidung ist kaum zu übersehen: Zu Hause kämpfen selbst Eltern täglich um das Vertrauen ihrer pubertierenden Sprösslinge, doch im Internet brauchen sich die großen Unbekannten regelrecht nur zu bedienen. Doch können wir von unserem Nachwuchs kaum erwarten, diesen kritischen Standpunkt einzunehmen, denn schließlich haben wir eine Gesellschaft geschaffen, die ihre jungen, manipulierbaren Hoffnungsträger geradezu mit Werbung und Kommerz überflutet.

Und was tun die Eltern?

Mit der Entscheidung, den Nachwuchs an den Online-Angeboten von Facebook & Co. teilnehmen zu lassen, ist die Sache für Eltern keinesfalls erledigt. Bei näherer Betrachtung fangen die Probleme danach erst an, denn nun stellt sich die Frage, mit wem und worüber da nun eigentlich kommuniziert wird.

Aufgrund der Struktur der Dienste haben Eltern kaum Kontrollmöglichkeiten, ohne verstärkt in die Privatsphäre ihrer Kinder einzugreifen. Im Ring stehen das Brief- und Fernmeldegeheimnis der Kinder und Jugendlichen auf der einen Seite sowie die Sorgfaltspflicht und die berechtigte Sorge der Eltern auf der anderen, einen Kompromiss gibt es nicht.

Die Anbieter wie Facebook oder WhatsApp sind letzten Endes auch gar nicht daran interessiert, für eine einwandfreie und sichere Nutzbarkeit durch Minderjährige zu sorgen. Offiziell gehören sie ja gar nicht zur Zielgruppe — doch wenn man sie einmal als Kunden gewonnen hat, ist man natürlich froh, denn jeder Wirt ist ein guter Wirt für einen Virus. Facebook hat kürzlich sogar den bisher vorhandenen Schutz, durch den Minderjährige keine öffentlichen Nachrichten posten konnten, vollständig abgeschafft — irgendein Problem löst das nicht wirklich. Auch die VZ-Netzwerke, darunter SchülerVZ, machten hier keine Ausnahme.

Der einzige Weg ist miteinander

So vielfältig die Angebote an Kommunikationsplattformen sind, so klein sind auch die Aussichten auf fundierte Konzepte zur Nutzung durch Minderjährige und die Zusammenarbeit mit Eltern. Hierfür wäre auch eine Menge Arbeit notwendig, denn die Betreiber der Netzwerke haben nicht die Kompetenzen und Resourcen, um all die komplexen Beziehungen und Fragestellungen, die sich aus der Ausrichtung des Angebots ergeben, in Betracht ziehen zu können.

Der einzige Weg, wie diese Herausforderung bewältigt werden kann, ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten: Kinder, Eltern und Entwickler. Diesen Weg wollen wir als Verein nun gehen und starten unsere Kampagne „Wem vertraust du?“, mit der wir freie und sichere Alternativen, die sich in der Vergangenheit etabliert haben, für Jugendliche attraktiv und zugänglich machen wollen.

Unser Ziel ist der Aufbau eines Kommunikationsnetzes, das jungen Nutzern alle vertrauten Funktionen bietet und sie gleichzeitig nicht zwingt, leichtfertig Vertrauen in Fremde zu stecken. Dabei wollen wir von Anfang an offen und transparent mit Kindern und Eltern zusammenarbeiten und so ermöglichen, dass sich die Gemeinschaft, die es betrifft, von vornherein mit einbringen kann.

Fest steht dabei bereits, dass XMPP (besser bekannt als Jabber) als Protokoll zum Einsatz kommen soll. Damit ist es problemlos möglich, alle Funktionen, die den Jugendlichen wichtig sind, anzubieten und den Dienst gleichzeitig über mehrere Anbeiter auszuweiten. Das ist wichtig, da auch wir natürlich kein Recht haben, Benutzern Vertrauen in unsere Systeme aufzuzwingen. Das XMPP-Protokoll soll dahingehend erweitert werden, dass es auch den oben genannten Anforderungen an Transparenz zwischen minderjährigen Benutzern und Eltern ermöglicht und weitere Vorkehrungen zum Jugendschutz implementiert. Dabei soll auf enge Zusammenarbeit mit den Standard-Gremien gesetzt werden, so dass die Interoperabilität im Jabber-Netzwerk erhalten bleibt.

Parallel wird auch die Zusammenarbeit mit Open Source-Projekten angestrebt, um bestehende Jabber-Software für junge Menschen attraktiv und bedienbar zu machen. Momentan sind dafür Jitsi und Jappix in der näheren Auswahl. Letztendlich werden auch erwachsene Nutzer von den Entwicklungen profitieren, da auch die allgemeine Zugänglichkeit verbessert wird.

Als großes Ziel steht der Betrieb einer Kommunikationsplattform, auf der sich Kinder und Jugendliche ebenso heimisch fühlen können wie bei Facebook & Co., die aber echte Kommunikationssicherheit und Datenschutz speziellim Hinblick auf die Nutzung durch Minderjährige implementiert. Natürlich vollständig transparent und offen, so dass jederzeit eine unabhängige Qualitätskontrolle, sogar durch Benutzer selber, möglich ist.

Das Vorhaben ist groß, aber realistisch, so dass wir aktiv mit der Planung begonnen haben. Doch zunächst muss ein starkes Team entstehen. Zu diesem Zweck laden wir im März zur öffentlichen Diskussion ein, bei der wir auf die Beteiligung vieler Interessierter hoffen. Für alle Interessenten bieten wir einen Newsletter an, über den wir regelmäßig von unseren Fortschritten berichten und zu öffentlichen Veranstaltungen einladen werden. Die Anmeldung ist über die Website des Vereins möglich.

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Vertrauen kein Verkaufsartikel mehr ist!

Aufgrund des weiterhin unerwartet hohen Ansturms auf die FrogLabs auf den Chemnitzer Linux-Tagen 2014 müssen wir den Anmeldeschluss auf den 25.2. vorverlegen.

FrogLabs Chemnitz bald ausgebucht

04.02.2014, geschrieben von Dominik George
Tags: clt froglabs

Alle Kinder und Jugendlichen, die gerne an den FrogLabs auf den Chemnitzer Linux-Tagen 2014 teilnehmen möchten, sollten bald gemeinsam mit ihren Eltern das Anmeldeformular ausfüllen.

Obwohl wir noch gar nicht in allen Bereichen Werbung für die FrogLabs gemacht haben, mussten wir schon zwei Mal das Bettenkontingent in der Jugendherberge aufstocken. Aufgrund der Kapazitäten unserer Workshops haben wir die Obergrenze der Teilnehmerzahl auf 40 Personen festgesetzt. Der Anmeldeschluss ist am 07. März 2014!

Anmeldeformular-Probleme korrigiert

24.01.2014, geschrieben von Thorsten Glaser
Tags: clt froglabs

Wir haben ein Problem im Anmeldeformular, der bei „langen“ Vor- und Zunamen zum Fehler beim Versenden der Anmeldung führt, korrigiert. Bitte versucht einfach nochmals euch anzumelden, falls ihr vorher einen solchen Fehler zurückgekriegt habt. Wir bitten, uns dies zu entschuldigen ☺

Hier nochmals der Link zum Anmeldeformular

Seit heute ist die Anmeldung zu den FrogLabs vom 15. bis 16. März 2014 auf den Chemnitzer Linux-Tagen offiziell möglich! Alle Kinder und Jugendlichen, die sich für die Themen Programmieren, Elektronik und Robotik interessieren und gerne ein ganzes Wochenende voller Workshops und Spaß mit Gleichaltrigen verbringen möchten, laden wir herzlich ein!

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular gibt es hier!

Am heutigen Sonntag haben wir uns spontan dazu entschlossen, das vor kurzem übernommene Freedroidz-Projekt bzw. das vorhandene Material genauer anzusehen. Ebenfalls spontan haben wir dazu zwei Schüler im Alter von 11 und 12 Jahren eingeladen, die vorher großes Interesse am Projekt geäußert hatten und nun die Gelegenheit bekommen sollten, sich mit den Robotern zu beschäftigen.

Bau eines einfachen Roboters Wie schon bei anderen Aktivitäten des Vereins konnten wir den Social Room der tarent nutzen, um unsere Erforschung des Freedroidz-Materials in gemüticher Runde beginnen zu können. Zunächst mussten wir einen Überblick über die vorhandenen Bauteile, Kabel, Motoren und Sensoren bekommen. Die Ausstattung, die uns dank der Kooperation mit tarent zur Verfügung steht ist umfangreich, und so dauerte es einige Zeit, bis wir uns einen Überblick verschafft hatten. Danach konnte mit dem Bau eines ersten einfachen Roboters begonnen werden. Die Möglichkeiten sind so vielfältig, dass es fast unmöglich war, die beiden hochmotivierten Jungs zu bremsen.

Programmieren des Roboters Nachdem der erste Roboter betriebsbereit war, konnten wir auch ein Auge auf die Programmierung des LEGO® Mindstorm richten. Hierbei haben wir den beiden Schülern, Sascha und Nico, zunächst das Grundprinzip der Motorenansteuerung sowie der Sensorabfragen erklärt und dann ein einfaches Beispielprogramm gezeigt. Dabei fielen auch noch zwei mechanische Unzulänglichkeiten des zuvor gebauten Roboters auf, die geschickt repariert wurden. Schon nach kurzer Zeit konnten Sascha und Nico dann auch die ersten Übungsaufgaben selber lösen.

Sascha und Nico mit Roboter In den kommenden Wochen werden sich Sascha und Nico intensiv mit dem Bau der Roboter und der Programmierung beschäftigen. Ihr Ziel ist es, bei den FrogLabs 2014 auf den Chemnitzer Linux-Tagen den Freedroidz-Workshop zu leiten. Wir sind gespannt, was sich die beiden dazu alles ausdenken werden! Damit haben wir direkt zu Beginn das Freedroidz-Projekt um zwei junge Tutoren ergänzt, die uns hoffentlich lange begleiten werden. Wir freuen uns, unser Ziel, Kinder und Jugendliche an der Vereinsarbeit zu beteiligen, im Freedroidz-Projekt so schnell umsetzen konnten!

CeBIT: Jugendliche sind keine Zielgruppe der IT

08.01.2014, geschrieben von Dominik George
Tags: cebit messe event

Die Veranstalter der CeBIT, einer der international wichtigsten IT-Messen, schließen in diesem Jahr erstmalig Jugendliche unter 16 Jahren vom Besuch der Veranstaltung aus. In den letzten Jahren hatte eine Schülergruppe, begleitet von einem Teil des jetzigen Teckids e.V., am letzten Tag der Messe die Möglichkeit bekommen, sich das geschäftliche Leben im IT-Sektor anzusehen und die Eindrücke der Messe als interessante Erfahrung mitzunehmen. An diesem letzten Tag war der Zugang zum Messegelände für Jugendliche, die das 16. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen hatten, in Begleitung einer Aufsichtsperson möglich.

Die CeBIT 2014 ist die erste CeBIT, bei der dieser letzte Tag und damit der Zutritt für Kinder und Jugendliche vollständig entfällt. Ein Mitarbeiter der Initiative Tec2You, die bundesweit junge Berufseinsteiger in IT-Berufen fördert und die mit der Deutschen Messe zusammenarbeitet, äußerte uns gegenüber ebenfalls großes Unverständnis sowie Enttäuschung über die Entscheidung der Veranstalter. Man sage, "die Unter-Sechzehnjährigen gehörten eben nicht zur Zielgruppe der Aussteller", die Kommunikation und das Feedback sei für die Unternehmen nicht von Interesse.

Während der Charakter der CeBIT vornehmlich tatsächlich Geschäftsleute anspricht, können wir diese verallgemeinerte Haltung angesichts der fortschreitenden Verbreitung von Smartphones, Tablets, proprietären Apps und Diensten auch schon im jüngsten Kindesalter nicht nachvollziehen. Wir sind überzeugt, dass sich jeder der Aussteller zumindest einen einzelnen Tag für die sinnvolle Kommunikation mit Jugendlichen leisten kann. Diesen Teil der Zielgruppe zwar im Marketing einzuschließen und damit zum Konsum der eigenen Produkte anzuregen, den direkten Kontakt aber zu meiden, empfinden wir jedoch als höchst unmoralisch.

Im gleichen Zeitraum wie die CeBIT ermöglicht der Teckids e.V. dieses Jahr den Besuch der Chemnitzer Linux-Tage, einer Veranstaltung, auf der jeder einzelne der jungen Menschen willkommen ist!

Update: Ein weiteres spannendes Detail ist der CeBIT Innovation Award. Mit diesem Preis werden Projekte ausgezeichnet, die durch besondere Benutzerfreundlichkeit hervorstechen. Einer der Preisträger 2014 ist das Projekt Kinematics, ein "innovativer Robotik-Baukasten für Kinder und Jugendliche". Es dürfte verständlich sein, dass wir uns fragen, wie die Zielgruppe eines Preisträgers des Awards von der Messe ausgeschlossen werden kann.

Eine Aktion der Firma Microsoft, die im jahr 2010 auf der CeBIT stattfand, zeugt überdies von der Qualität der Aussage der Messe. Hier hatte Microsoft über 500 Schülerinnen und Schüler speziell eingeladen, um ihre Produkte zu bewerben. Schon damals war die Einlassregelung für Kinder und Jugendliche sogar in der Presse kritisiert worden, denn Microsoft hatte offenbar eine Ausnahmegenehmigung zur Beteiligung der Schüler an der Messe. Hier wird schnell klar, dass das Motiv keineswegs die Bildung oder Einbindung der jungen Menschen sein kann. Stattdessen sehen wir durch die Aktion unsere Einschätzung bestätigt, dass unser Nachwuchs als Marketing-Werkzeug benutzt wird und kein wirkliches Interesse an der Förderung besteht.

Denn obwohl es Ausnahmen zu geben scheint, sind diese offenbar an den Vertrag der Messe mit den zahlenden Aussstellern gebunden. Einen geführten Messebesuch für eine Schülergruppe unseres Vereins konnte man im Gegensatz dazu leider nicht ermöglichen.

Veranstaltungsbericht: 30. Chaos Communication Congress

30.12.2013, geschrieben von Dominik George
Tags: 30c3 ccc event

Der 30. Chaos Communication Congress in Hamburg ist zu Ende! Nachdem wir sehr kurzfristig unsere Anmeldung als Assembly eingereicht hatten, können wir nun auf ein sehr erfolgreiches Wochenende zurückblicken.

PyGame-Workshop

PyGame-DemoAn zwei Tagen fand ein kurzfristig geplanter Workshop zum Thema Spieleprogrammierung mit Python und PyGame statt, der sich an alle interessierten Kinder und Jugendlichen richtete und über den wir schon einen Zwischenbericht veröffentlicht hatten. Trotz der sehr späten Ankündigung fanden sich am ersten Tag 9 Teilnehmer im Alter von 9 bis 18 Jahren an unserem Stand ein. Besonders schön fanden wir dabei, dass uns einer der Teilnehmer schon von den FrogLabs 2011 bekannt war.

PyGame-ÜbungIn ungefähr 4 Stunden lernten die Kinder und Jugendlichen die Grundlagen der Arbeit mit PyGame kennen und machten erste Gehversuche. Bei dem kurzen Workshop war es ausdrücklich nicht unser Ziel, eine vollständige Einführung in die Programmiersprache Python anzubieten. Viel mehr war unsere Absicht, mit schnellen, vorzeigbaren Ergebnissen den Stolz und die Neugier der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu wecken. Offensichtlich gelang uns dies, denn vier der Teilnehmer besuchten am nächsten Tag auch den zweiten Teil des Workshops - die restlichen jungen Programmierer konnten aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr teilnehmen.

Tim als TutorDank unseres Konzeptes, das ein starkes Netzwerk aus jungen Tutoren vorsieht, konnten wir am zweiten Tag auch einem sehr jungen Besucher den Spaß am Programmieren vermitteln, da er in Tim einen sehr geduldigen und hilfsbereiten PyGame-Experten fand, der mit ihm zusammen während des Workshops ein kleines Spiel programmierte.

Alle Teilnehmer und, sofern diese anwesend waren, deren Eltern, haben ihr Interesse an unserem Workshop-Programm gefunden und möchten zu unseren nächsten Veranstaltungen eingeladen werden. Zwei der älteren Schüler konnten wir außerdem für die Idee begeistern, bei einer der nächsten Ferienfreizeiten als Tutor mitzuwirken.

Lightning Talk zur Vorstellung des Vereins

PyGame-DemoEbenfalls kurzfristig konnten wir noch den letzten freien Slot für Lightning Talks ergattern. In Lightning Talks haben Projekte 5 Minuten Zeit, ihre Arbeit und Ziele vor einem interessierten Publikum vorzustellen. Leider haben wir die Redezeit bei unserem ersten Lightning Talk etwas überschätzt, so dass wir nicht alle unsere wichtigen Punkte ansprechen konnten. Das Ziel unseres Vereins, also den Aufbau einer eng vernetzen Community unter Kindern und Jugendlichen, sowie einige bisherige und zukünftige Projekte, konnten wir den ca. 300 Zuhörern jedoch ansprechend vermitteln.

Eine Videoaufzeichnung des Lightning Talks, die wir aus dem Stream des CCC geschnitten haben, steht als MP4 oder WebM zum Download bereit.

Interview im DLF fiel leider aus

Beim Deutschlandradio, von dem ein größeres Team mehrere lange Live-Programme direkt vom Congress ausgestrahlt hat, hatten wir vorab die Möglichkeit angefragt, unseren Verein während einer der Sessions vorstellen zu dürfen. Der Programmchef der Veranstaltung konnte dies jedoch leider nicht mehr vorsehen, obwohl uns eine junge, freundliche Mitarbeiterin am dritten Tag einen Sendeslot zugesagt hatte.

Viele interessante Kontakte am Stand

Neben den vielen interessierten Kindern und Jugendlichen, die uns im Sinne unserer Vereinsarbeit natürlich die wichtigsten Gäste sind, durften wir auch einige sehr interessierte und kreative Erwachsene an unserer Assembly begrüßen. Neben rein als Besucher interessierten Eltern ergaben sich dabei auch viele Möglichkeiten für Kooperationen und Projekte. Unter den Besuchern fanden sich so unter anderem ein Medienpädagoge, der den Aufbau einer Plattform für den Projektaustausch von Schülern ersonnen hat, eine junge Dame, die während unserer Ferienfreizeiten ein Parallelprogramm für jüngere Kinder zwischen 5 und 10 Jahren anbieten möchte und ein Mitglied eines schweizer Hackerspaces, der Tipps für die Projektarbeit mit Jugendlichen suchte.

Feedback

Insgesamt freuen wir uns über das durchgehend positive Feedback, das wir während des 30c3 erfahren haben. Nicht nur die jungen und älteren Besucher unserer Assembly waren begeistert, auch unsere Nachbarassemblies Metalab Vienna und Leiwandville fanden lobende Worte auf Twitter.

Aus unserer Sicht war der 30c3 ein großartiger Erfolg. Aus diesem Grund haben wir vor, auch im nächsten Jahr, neben anderen Veranstaltungen, auch wieder beim CCC zu Gast zu sein. Im Prinzip haben wir da auch keine andere Wahl, denn unser jüngster Teilnehmer des PyGame-Workshops kam uns am Ausgang noch einmal entgegen und verabschiedete sich mit Dank und wie selbstverständlich mit den Worten: "Wir sehen uns spätestens nächstes Jahr!"

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