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Vortragskanon zu freier Software in der Bildung 2018

3. Januar 2018 · Dominik George

Gemäß unseren Zielen soll das Thema „Freie Software in der Bildung“ in der Gemeinschaft stark sichtbar gemacht werden, was wir unter anderem mit unserem Gemeinschaftsstandprojekt „schul-frei“ verfolgen. Zum Gemeinschaftsstand gesellt sich nun ein kleiner Vortragskanon, mit dem wir das Thema auch in den Vortragsprogrammen sichtbar machen wollen.

Das aktuelle Programm kann imer auf der Seite zu „schul-frei“ gefunden werden.

Bisher besteht der Kanon für dieses Jahr aus zwei Vorträgen:

Too young to rock'n'roll

Kinder nutzen Software. Doch können sie auch aktiver Teil der FOSS-Gemeinschaft sein? Welche Erfahrngen gibt es? Und was können Projekte tun, um für minderjährige Kontributoren offen zu sein?

Kinder wollen und sollen ihre Umwelt mitgestalten. Gerade im IT-Bereich wird das Einstiegsalter in der reinen Nutzung immer geringer. Natürlich gibt es auch freie Software mit einer jungen Zielgruppe, wie z.B. Software im Bildungseinsatz oder Spiele. Der Teckids e.V. ist eine Jugendorganisation rund um freie Software, die Kinder und Jugendliche zu einem aktiven Teil der Freie-Software-Gemeinschaft machen möchte. Warum junge Nutzerinnen und Nutzer auch als Kontributoren willkommen sein sollten, ist der erste Diskussionspunkt. Freie Software lebt darüberhinaus von der Community. Deshalb bemühen sich Projekte, die Hürden für en Einstieg als Kontributor möglichst niedrig zu halten. Plattformen wir GitHub vereinfachen das Einreichen von Bugs und Feature Requests und das Beisteuern von Patches. Doch ein Teil der Community, nämlich Minderjährige, haben es noch immer schwer, an für sie interessanten Projekten mitzuwirken - bspw. an edukativer Software, Spielen u.ä. Welche rechtlichen Hürden moderne Tools aufzwingen und was Projekte tun können, um auch die Jüngsten an Bord zu holen, wollen wir hier erörtern.

Kinder, Instant Messaging und andere FOSS-Abenteuer

Wir zeigen, welche Instant-Messaging-Dienste von Kindern und Jugendlichen genutzt werden und was diese brauchen, um stattdessen freie Alternativen zu nutzen.

Das Einstiegsalter bei der Nutzung von Smartphones, Computern und Online-Diensten wird immer geringer. Während schon Kleinkinder Lern- und Spielapps benutzen, herrscht in der Schule mittlerweile ein regelrechter Technikzwang, insbesondere bei der Nutzung von Instant Messaging. Dieser wird durch Mitschüler und Lehrkräfte, ausgeübt. Die Wahl fällt fast immer auf proprietäre und unsichere Dienste wie WhatsApp. Zusammen mit Kindern und Jugendlichen haben wir analysiert, was freie Alternativen leisten müssen, um Attraktivität bei ihnen zu erlangen, und was Projekte dafür tun können.